Der Französische evangelische Kirchenbund

Der Französische evangelische Kirchenbund  (FPF) wurde 1905 in Paris gegründet.

Heute gehören 28 Kirchen oder Kirchenbünde und 80 Gemeinschaften, Werke, Organisationen und Bewegungen zum Französischen evangelischen Kirchenbund. Sie arbeiten in einem weiten Feld : Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, Gesundheitswesen, soziale Bereiche, Erholung und Ferien, Erziehung, Kommunikation, Kunst, internationle Beziehungen, Mission und Entwicklung. Das umfasst im Ganzen mehr als 500 Vereine.

Der Kirchenbund ist ein Verein aber auch eine Verwaltung und ein Dienstwesen.

25 Personen sind in 9 verschiedenen Dienstabteilungen tätig : Information und Kommunikation , Radio, Fernsehen, Oekumene, Biblischer Dienst, Mosaik-Projekt und Krankenhaus-, Gefängnis- und Militärseelsorge.

Der Kirchenbund verbindet untereinander den Grossteil der protestantischen Kirchen und Vereine mit den unterschiedlichen evangelischen und freikirchlichen Akzenten, die sich seit der Reformationszeit herausgebildet haben : lutherisch, baptistisch, reformiert, charismatisch und pfingstlerisch. Das ist in Europa sehr einmalig.

Der Kirchenbund trägt zu einem guten Dialog zwischen diesen verschiedenen  protestantischen Ausrichtungen bei und vertritt sie gegenüber dem Staat und den Ministerien, den öffentlichen Einrichtungen und den Medien.

Der Kirchenbund wird von einem Rat und dessen Vorsitzenden geleitet. Claude Baty, derzeitiger Vorsitzender, gehört dem Bund freikirchlich-evangelischer Kirchen reformierter Prägung an. Er zählt zu den wichtigsten Stimmen des französischen Protetstatismus.

In der Offentlichkeit spricht er im Namen des Kirchenbundes Themen an wie Relgionsfreiheit, Laizität als Verbindung zwischen Staat und Kirche,  ethische Fragen, Glaube und Wissenschaft usw.

Der kommende Vorsitzende ist Pastor François Clavairoly ; er wird seine Funktionen ab Oktober 2013 übernehmen.  Er gehört der Unierten protestantischen Kirche von Frankreich an.

Der Kirchenbund ist Mitgleid des Christichen Rates der Kirchen in Frankreich und steht in Dialog und Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen und den orthodoxen Kirchen.

Der Rat des Kirchenbundes ernennt unterschiedliche Kommissionen, um seine Analysen zu beleuchten und Handlungsvorschläge zu machen. Zwei Kommissionen zB haben den Auftrag zum Gespräch mit den Juden und den Muslimen. Eine andere bringt die verschiedenen protestantischen Schulen zusammen.  Eine weitere Kommission bearbeitet die aktuellen Fragen von Kirche und Gesellschaft oder Ethik und Biologie, Euopa und die Migranten, Ekologie und Bewahrung der Schöpfung, das Ende des Lebens.

Die Mitgliedsvereine des Französischen Kirchenbundes stimmen einer Grrundsatzerklärung zu, die bekennt, dass alle gemeinsam gerufen und gebunden sind durch das Evangelium, wie es in der Schrift verankert ist, und anerkennen die zentrale Verkündigung der Rettung durch Gnade, empfangen allein im Glauben.

Die Verkündigung der Reformation, die geistlichen Bewegungen, die durch die Reformation entstanden sind und die oekumenische Arbeitsweise bekunden diese Uberzeugung. In der brüderlichen Liebe und der durch das Evangelium gegebenen Freiheit, praktizieren sie eucharistische Hospitaliät als Antwort auf die Einladung des Herrn und als Zeichen iher Gemeinschaft in Christus.

Der Französische evangelische  Kirchenbund repräsentiert heute eine geistliche Gemeinschaft von etwa 900 000 Christen ; die Gesamtzahl der protestantischen Kirchen aller Ausrichtungen zusammen macht  2,3 % der Gesamtbevölekrung aus. Das bedeutet, dass der Kichenbund 2/3 des französischen Protestantimus vertritt.

Der Kirchenbund ist Mitglied der verschiedenen evangelischen und ökumenischen Instanzen in Europa und weltweit.

Ende September 2013 werden wir ein grosses Treffen in Paris organisieren, so etwas wie ein Fest, so hoffen wir, um zu bezeugen, dass Jesus Christus eine Hoffnung ist für jeden Menschen unserer Welt. Wir erwarten mehr als 20 000 Personen aus den verschiedenen protestantischen Kirchen.  Das darauffolgende Treffen wird 2017 in Lyon stattfinden in Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum.

Vor vier Jahren wurde das Geburtsjubiläum von Joahnnes Calvin gefeiert, dem französischen Reformator und Autor der « Christlichen Institution ». Das bedeutet, dass der französische Protestantismus sich wieder an seiner theologischen Basis orientiert und über seinen Platz in der französischen Gesellschaft nachdenkt. Der Kirchenbund ist bei diesen verschiedenen offiziellen Anlässen mitbeteiligt.

 

 

Texte Yves Parrend

Traduction Agnčs von Kirchbach