Liturgie pour la commémoration du centenaire


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Materialien für einen Mahn und Friedensgottesdienst zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren

(Terminvorschlag: Sonntag Rogate, 25.5.2014, Europawahlen)

Stille und Kerzen (statt Orgelvorspiel)

Begrüssung und Thema

Sündenbekenntnis

Seigneur, nous vivons en espérance de ton Règne, d'un monde de paix et de justice, d'un monde où les épées seront martelées en socs, les lances en serpes, d'un monde où l'on n'apprendra plus à se battre. Ce monde que nous attendons, nous sommes invités à la préparer en Europe, dans notre pays, notre ville, notre rue, notre maison. Nous te remettons nos haines et nos rancunes. Pardonne notre manque de compassion. Nous déposons notre indifférence et notre violence. Pardonne notre manque d'amour. Nous te remettons notre orgueil et notre convoitise. Pardonne notre manque d'humilité. Nous déposons nos habitudes et notre lassitude. Pardonne notre manque de courage. Nous te remettons notre infidélité et notre paresse. Pardonne notre manque de persévérance. Nous déposons nos enfermements et notre tristesse. Pardonne notre manque de foi. Que l'attente de ton règne nous réveille de la torpeur. Qu'elle brise nos chaînes et convertisse notre coeur.

Gott, wir bitten dich für die Welt unserer Tage und für jene, die nicht wollen, dass Kriege enden.Wir bitten dich : erbarme dich der Kriegstreiber, die nur zerstören une davon profitieren wollen. Befreie sie aus ihrer Unmenschlichkeit. Wir bitten dich für die Welt unserer Tage und beten für alle Opfer von Kreigen. Lass den Hass vergehen, auf dass die Wunden heilen können und di Seelen gesunden. Wir bitten dich für die Welt unserer Tage und denken an alle die aus Angst vor Krieg und Gewalt ihre Heimat verlassen haben und nichts haben als ihr Leben. Öffne unsere Herzen für die Not der Flüchtlinge und Asylsuchenden von heute, die wir viel zu wenig in den Blick nehmen. Schenk uns deine Barmherzigkeit.

oder

Gott, der du die Zäune niederresst, die wir in Feindschaft aufgebaut haben : wir kommen vor dich und bekennen unseren Ungeist der Abgrenzung. Wir ziehen Zäune : Zäune zwischen Relgionene, Zäune zu unseren Nachbarn, Zäune zwischen Ost und West, Nord und Süd, Barrieren gegenüber Ausländern, gegenüber allem Fremden, Zäune unserer Furcht und unseres Drängens auf Sicherheit. Wie mühevoll war es, die Zäune wenigstens an einigen Stelle wegzunehmen. Wir bitten dich : Gib uns Mut und Vertrauen, Zäune nicht mehr zu verstärken und zu befestigen, sondern durchlässig zu machen und schliesslich ganz abzureirssen.

Gnadenzusage

Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.
Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. (Johannes 14,27)

C'est la paix que je vous laisse, c'est ma paix que je vous donne. Je ne vous la donne pas à la manière du monde. Ne soyez pas inquiets, ne soyez pas effrayés. (Jean 14,27)

Friedensgruss

Evtl. wie bei Burssgottesdiensten auf Gloria und Halleluja verzichten

Kollektengebet / prière

Gott, der du jede Bemühung um besseres Verständnis, um gegenseitiges Annehmen und um weltumfassende Solidarität inspirierst und segnest, wir danken dir für den Glauben, den du uns geschenkt hast, und um das Bemühen für einen gerechten Frieden, das uns heute hier zusammengeführt hat. Schenke uns deinen Geist, um aktiv für den Frieden arbeiten zu können. Steh uns bei, damit wir - über alle Grenzen und über alle selbstsüchtigen Ziele und lnteressen hinaus - ein Bewusstsein von der Einheit aller Menschen entwickeln und eine verantwortliche Gemeinschaft aufbauen.

Seigneur de tous les humains, toi qui inspires et bénis tous les efforts que nous faisons pour mieux nous comprendre, nous accueillir les uns les autres et parvenir à une solidarité universelle, nous te prions: donne-nous de vivre l'expérience de la foi, de manière à nous rapprocher de toi; source de toute vérité et de toute bonté. Fais croître en nous le sens de la responsabilité personnelle et communautaire, afin que nous utilisons les trésors de la terre avec respect et sagesse, tous unis dans un amour qui nous inspire dans la recherché de la liberté, de l'amitiée, de la justice et de la paix.

Text

Erfahrungen von Soldaten (siehe Anlage 1)

Lesungen

Micha 4, 1-4 Schwerter zu Pflugscharen
Matthäus 5,3-12 Selig, die Frieden stiften

Filmausschnitt

aus "lm Westen nichts Neues" oder "Merry Christmas"

Predigt (siehe Anlage 2)

Evtl. Film (s.o.) als Grundlage (Ausschnitt oder Nacherzählen)
Duktus: Sinnlosigkeit des Krieges, Wie konnte es zur Verführung der Massen kommen? /
Zu welchem Denken lassen wir uns verführen? Welcher Weg in 100 Jahren gewagt wurde (Europäische Union), Bezug zu unserer Zeit (Verantwortung hört nicht auf): Kulturimperialismus gegenüber Afrika - Was tragen die Kirchen zur Lösung bei?

Fürbitten

Herr, mache mich zu einem Werkzeug des Friedens;
Dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich einige, wo Uneinigkeit herrscht,
dass ich Vertrauen wecke, wo der Zweifel quält,
dass ich Hoffnung bringe, wo Verzweiflung herrscht,
dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Ach Herr, lass mich trachten
nicht dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste,
nicht dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,
nicht dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer gibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
(Franz von Assisi)

Seigneur, fais de moi un instrument de ta paix,
Là où est la haine, que je mette l'amour.
Là où est l'offense, que je mette le pardon.
Là où est la discorde, que je mette l'union.
Là où est le doute, que je mette la foi.
Là où est le désespoir, que je mette l'espérance.
Là où sont les ténèbres, que je mette la lumière.
Là où est la tristesse, que je mette la joie.

0 Seigneur, que je ne cherche pas tant
à être consolé qu'à consoler,
à être compris qu'à comprendre,
à être aimé qu'à aimer.

Car c'est en se donnant qu'on reçoit,
c'est en s'oubliant qu'on se retrouve,
c'est en pardonnant qu'on est pardonné,
c'est en mourant qu'on ressuscite à l'éternelle vie."

Segen

Que Dieu nous benisse - par delà les barrières qui séparent les races.
Gott segne uns - über die Schranken, die Menschen verschiedener Religionen trennen.
Den Härgott soll eis seenen - iwwer d'Barrieren, déi jonk an al Mënschen trennen.
May the Lord bless us - across the barriers that divide people of different languages.
Und so segne und behüte uns Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Friedenstaube als give-away

Lieder

Zwei Ufer, eine Quelle /2 rives une source (EG 613)
Hevenu shalom alechem (EG 433)
Herr gib uns deinen Frieden (EG 436)
Gib uns Frieden jeden Tag / Donne nous, Jésus, ta paix (EG 425)
Unfriede herrscht / Pas de paix (EG 671)
Dona nobis pacem (EG 435)
Sonne der Gerechtigkeit (EG 262)

Musik War Requiem (Benjamin Britten)

Anlage 1

Erfahrungen von Soldaten 1914-1918

Aus dem Vortrag von Oberkonsistorialrat Trost über eine Dienstreise an die Westfront vom 25.12.1916 bis 06.01.1917

Heinrich Trost berichtet ausführlich von seinem Besuch bei den deutschen Truppen an der Westfront in Belgien und Nordfrankreich. Viele seiner Äusserungen zeugen von subjektiver Färbung und sind nur aus dem damals herrschenden Zeitgeist zu verstehen.

"Nun lassen Sie mich noch einige Worte sagen. Zunächst: Klage keiner und murre niemand, wenn wir uns daheim manche Entbehrungen auferlegen müssen. Wir haben allen Grund zufrieden und dankbar zu sein. Was wäre aus unserer Pfalz und aus uns geworden, wenn der Krieg zu uns gekommen wäre.
Draussen zeugen Trümmer genug, was der Krieg bedeutet, und doch hat hier von deutscher Seite nur die harte Kriegsnotwendigkeit gewaltet. Was wäre aus unseren Städten und Dörfern geworden, wenn die Zerstorungswut eines hasserfüllten Feindes über sie gekommen ware! Wir haben Grund genug, dankbar zu sein, unseren tapferen Truppen, die mit ihren Leibern den uns schützenden Wall bilden,
und Gott, der ihren Kampf mit Sieg gekrönt hat.
Und dann: Schreibe niemand Jammerbriefe an die Front und in die Etappe! Wenns auch knapp geht, die Zähne zusammengebissen und geschwiegenl Die da draussen haben genug zu tragen und zu sorgen. Man muss ihnen nicht durch Sorgen der Heimat das Herz noch beschweren und ihren Mut lähmen. Noch ist er stark. Ein guter Geist, der draussen herrscht. Den Eindruck haben wir bekommen.
Die rechte aber ruhige Sicherheit der Heerführer und die bei allen Friedenswünschen harte Entschlossenheit der Soldaten weiterzukämpfen, damit nicht sie und ihre Kinder Sklaven der Engländer werden, das alles hat uns mit Zuversicht erfüllt. Wir können uns auf unser Heer auch weiterhin verlassen. Aber es muss sich auch auf uns verlassen können. Darum mag auch Kleinmut und Verzagtheit und lähmender Schmerz schreien ! Den Kopf hoch und die Hand ans Werk, wo die Pflicht ruft und bei aller Not auf Gott vertraut. Er wird nach Kampf und Gefahr uns den Frieden schenken, wenn seine Zeit gekommen ist."

Quelle: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde Jahrgang 80; 2013; Seite 125, 135

Weitere Texte

Die folgenden Berichte britischer Soldaten trug die Albion Band am 21.12.1986 live bei ihrem Weihnachtskonzert im WDR vor. Waffenruhe an Weihnachten 1914:

1) "Plötzlich kam ein kurzer, schneller Jubel von den deutschen Linien. Und mit Erstaunen sah er, dass ein Weihnachtsbaum dort aufgerichtet wurde. Um ihn herum waren Deutsche, die redeten und lachten.
Von der Brüstung begann eine volle Stimme ein Lied zu singen, an das er sich deshalb erinnerte, weil seine Kindfrau es ihm vorgesungen hatte. Es gab eine weitere Überraschung an diesem Tag der Überraschungen, als ein Fussballspiel zwischen den beiden Armeen vorgeschlagen wurde, welches hinter den deutschen Linien stattfinden sollte. Es war alles sehr merkwürdig. Es war so, ais sei er in einer anderen Weh, die er durch einen Alptraum erreicht hätte: eine bessere Welt als die, welche er zurückgelassen hatte. Abgesehen von den schönen Dingen- wie Musik und dem Frühling."

2) "Der Waffenstillstand dauerte an diesem Frontabschnitt mehrere Tage. Am letzten Tag des Jahres 1914 kam eine Botschaft über das Niemandsland, überbracht von einem sehr höflichen sächsischen Unteroffizier. Sie besagte, dass ihre Regimentsoffiziere um Mitternacht bei ihnen einen Rundgang machen würden und sie ihre Maschinenpistolen abfeuern müssten. Sie würden hoch über unsere Kopfe zielen. Würden wir trotzdem bitte so vorsichtig sein, in Deckung zu bleiben, um bedauerliche Unfälle zu vermeiden."

Anlage 2

Predigt über Micha 4,1-4
(Ausschnitt aus "Merry Christmas")

Enfant français:
«Enfant, regarde sur ces cartes
ce point noir qu'il faut effacer.
De tes petits doigts tu l'écartes,
en rouge il vaut mieux le tracer.
Plus tard, quoique le sort te fasse,
promet moi bien d' aller là -bas,
chercher les enfants de l'Alsace
qui nous tendent leurs petits bras.
Puisse, en notre chère France,
les rameaux verts d' espérance,
fleurir par toi, mon cher enfant.
Grandis, grandis, la France attend.»

British boy:
"To rid the map of every trace
Of Germany and of the Hun
We must exterminate that race
We must not leave a single one
Heed not their children's cries
Best slay all now, the women, too
Or else someday again they'll rise
Which if they're dead, they cannot do."

Deutsches Kind:
,Ein Feind ist unser und einer allein,
schon meisselt er Deutschlands Grabesstein,
voller Hass ist sein Busen voller Neid Und voll Pein,
ein Feind ist unserer und einer allein,
nun hebt der Frevler die meuchelnde Hand,
sein Name du kennst ihn,
ist ENGLAND!"

(kurze Stille)

Es sind entsetzliche Worte, entsetzliche Bilder, die der Film "Merry Christmas" uns zeigt. Kinder, die in scheinbarer Selbstverständlichkeit vom Töten des Feindes sprechen. Auswendig gelernte Worte - verinnerlichte Feindbilder in Deutschland, Frankreich und England.

1914 - so sah es in den Herzen vieler Menschen aus. Durch alle Gesellschaftschichten hindurch - ein gemeinsames Feindbild eint das Land.
2014 - welche Sprache sprechen unsere Herzen? Noch immer die von Hass und Gewalt? Von Neid und Vorurteilen?

Aber nein. 2013 - wir haben es gefeiert als Jahr des Élysée-Vertrags zwischen Deutschland und Frankreich. Und 2014 erinnern wir uns mit Entsetzen an den Beginn des "Grossen Krieges", wie der Erste Weltkrieg in Frankreich genannt wird. Entsetzen und Unverständnis ergreift uns, wenn wir die Bilder des Stellungskrieges in den Schützengräben vor Augen haben oder die Gräberfelder von Verdun besichtigen. Wie war das möglich? Leben heute im Elsass und in Luxemburg (im Saarland) nicht die Nachbarn, die Freunde?

Es sollte nicht der letzte Krieg bleiben - der Zweite Weltkrieg steigerte auf noch perfidere Art und Weise alles zuvor Dagewesene. Wie gerne distanzieren wir heute uns von alledem. Wie selbstverständlich gehen wir in Luxemburg tanken, in den lothringischen Weihern baden und in Deutschland shoppen. Unendlich weit weg scheinen jene Tage und Gedankenwelten.

Wie viel näher scheinen uns da die Worte des Propheten Micha:

Das kommende Friedensreich Gottes
ln den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über die Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion wird Weisung
ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.
Er wird unter grossen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Landen.
Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiesse zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des HERRN Zebaoth hat's geredet. Ein jedes Volk wandelt im Namen seines Gottes, aber wir wandeln im Namen des HERRN, unseres Gottes, immer und ewiglich!

Aus vielen Schwertern sind schon Pflugscharen geworden und im vereinten Europa erhebt sich kein Volk mehr gegen das andere. Wir danken Gott für 50 Jahre Frieden mit unseren Nachbarn.

Doch sind auch heute noch nicht alle Hassprediger verstummt. Und noch immer wird gehetzt gegen andere und Vorurteile bestimmen das Miteinander. ln Deutschland wurde in den letzten Wochen und Monaten viel Angst verbreitet vor den ungebildeten Osteuropäern, die ins Land strömen um unsere Sozialkassen zu plündern. Und die Flüchtlinge an den Grenzen Europas haben wir auch lieber mit Maschinengewehren ais mit Rettungsringen begrüsst. Oder die Angst, dass die Euro-Krisenlander uns alle ins Unheil stürzen.
Nein - von einem angstfreien Leben und Miteinander kann noch lange nicht die Rede sein.
Auch die Vorurteile, mit denen die reicheren Lander Europas von den Krisenländern betrachtet werden, haben unsere Rolle nicht leichter gemacht.

Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln ! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.

Welche Weisung gibt uns der Herr?
Das Gefühl, das massgeblich für die Entstehung von Vorurteilen nötig ist und Hass und Gewalt gebiert ist die Angst. Angst vor Überfremdung. Überhaupt Angst vor Fremdem.
Angst vor Verlusten z.B. dem des persönlichen Wohlstandes. Angst schützt uns Menschen zwar vor Gefahren, kann aber selber zur Gefahr werden, wenn Sie zu gross wird.
lst das der Grund, warum Jesus so oft auf die Menschen zuging und sagte:
"Fürchtet Euch nicht !"?

Sein Versprechen aus dem Johannes-Evangelium (16,33) klingt wie eine Antwort:
"Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. ln der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden."
Sind wir ehrlich zu uns, dann ertappen auch wir uns immer wieder bei diesem Gefühl der manchmal ganz unbestimmten Angst, die uns festhält. Jesus aber will uns Frieden ermöglichen, indem er uns Gottes Nähe zeigt, die sogar den Tod überdauert. Wir brauchen uns nicht mehr von unseren Ängsten bestimmen zu lassen. Das gilt im Privaten wie in der Politik. Wenn unsere Vorstellung von Europa mehr von der Vision geprägt ist, wie dieser Kontinent in Zukunft eine Einheit bildet, dann ist es leichter eine vielleicht kurzfristige Verschlechterung in Kauf zu nehmen.

Wenn unsere Aussenpolitik in Afrika mehr davon geprägt ist, in den Krisenländern zu unterstützen und dort die Armut aktiv und mutig zu bekämpfen, dann können die Ausgaben für die Bewachung unserer Aussengrenzen vielleicht wenigstens stagnieren statt steigen.

lch komme zurück auf den Film "Merry Christmas" (evtl. Ausschnitt einspielen 3-5 min).
Der Augenblick als die ersten Soldaten die schützenden Gräben verlassen. Sie überwinden ihre Angst vorm Feind und lassen es so Weihnachten werden. Das wünsche ich mir und wünsche ich uns: Dass wir unsere Ängste überwinden und weiter für die Parole "Schwerter zu Pflugscharen" eintreten. Nur wenn wir diesem Aufruf folgen, kann vielleicht eines Tages sogar von Jerusalem selbst die Friedensbotschaft in alle Welt ergehen. Dann vielleicht werden alle Kinder auf der Welt keine Hassgedichte, sondern Loblieder auswendig lernen, in denen es heisst.

Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken.